Begriffe, die in den Themenseiten vorkommen – kurz erklärt und ohne Vorwissen lesbar.
Server und Isolation
| Hypervisor | Die Schicht, die virtuelle Maschinen verwaltet und ihnen Prozessor, Speicher und Datenträger zuteilt. Läuft direkt auf der Hardware. |
| Virtuelle Maschine | Ein vollständig nachgebildeter Rechner mit eigenem Betriebssystemkern. Vollständig getrennt, dafür schwerer. |
| Container | Eine abgeschottete Umgebung, die sich den Betriebssystemkern mit dem Wirt teilt. Startet in Sekunden, braucht kaum zusätzlichen Speicher. |
| Abbild | Eine unveränderliche Vorlage, aus der Container erzeugt werden. Enthält Anwendung und alles, was sie zum Laufen braucht. |
| Datenträger-Einbindung | Ein Verzeichnis des Wirts, das in einen Container hineingereicht wird. Der übliche Weg, damit Daten das Löschen eines Containers überleben. |
| Momentaufnahme | Ein eingefrorener Zustand, zu dem sich zurückkehren lässt. Praktisch vor Aktualisierungen – aber kein Ersatz für eine Sicherung. |
| Spiegelung | Zwei Datenträger mit identischem Inhalt. Schützt gegen Hardware-Ausfall und gegen sonst nichts. |
Netzwerk
| Namenssystem | Übersetzt Namen in Adressen. Ohne dieses System müsste man sich Zahlenfolgen merken. |
| A-Eintrag | Verknüpft einen Namen mit einer Adresse. |
| CNAME | Verweist von einem Namen auf einen anderen. Am Wurzeleintrag einer Domain nicht erlaubt. |
| Platzhalter-Eintrag | Fängt mit einem Sternchen alle Unterbereiche ab, für die nichts Eigenes hinterlegt ist. |
| Gültigkeitsdauer | Wie lange ein Eintrag zwischengespeichert werden darf. Kurze Werte machen Änderungen schnell wirksam, erzeugen aber mehr Anfragen. |
| Adressumsetzung | Der Router übersetzt zwischen der einen öffentlichen und den vielen privaten Adressen. Der Grund, warum Dienste von außen nicht ohne Weiteres sichtbar sind. |
| Portfreigabe | Eine Regel im Router, die Anfragen auf einem Port an ein bestimmtes Gerät durchreicht. |
| Geteilte öffentliche Adresse | Mehrere Anschlüsse teilen sich eine öffentliche Adresse. Portfreigaben funktionieren dann grundsätzlich nicht. |
| Vorgeschalteter Vermittler | Nimmt alle Anfragen entgegen und verteilt sie anhand des Namens intern weiter. Der eine kontrollierte Eingang. |
| VPN | Ein verschlüsselter Tunnel ins eigene Netz. Die sicherste Variante, weil von außen nichts sichtbar bleibt. |
| Dynamische Namensaktualisierung | Ein Dienst, der dem Namensanbieter jede Adressänderung meldet. |
Verschlüsselung
| TLS | Das Verfahren hinter dem Schloss-Symbol im Browser. Verschlüsselt die Verbindung und weist die Gegenstelle aus. |
| Zertifikat | Der digitale Nachweis, dass ein Name zu diesem Server gehört. Kostenlos erhältlich, üblicherweise 90 Tage gültig, wird automatisch erneuert. |
| Prüfung über den Webserver | Der Nachweis der Verfügungsgewalt erfolgt über eine Datei, die auf Port 80 abgerufen wird. |
| Prüfung über das Namenssystem | Der Nachweis erfolgt über einen Eintrag im Namenssystem. Aufwendiger, dafür ohne offene Ports und mit Platzhalter-Zertifikaten möglich. |
| Weiterleitungs-Erzwingung | Eine Anweisung an den Browser, den Namen künftig ausschließlich verschlüsselt aufzurufen. Lässt sich vor Ablauf nicht zurücknehmen – beim Einrichten mit Vorsicht zu genießen. |
Sprachmodelle
| Parameter | Die einstellbaren Werte im Inneren eines Modells. Die Zahl im Namen, angegeben in Milliarden. |
| Quantisierung | Gröbere Speicherung dieser Werte. Senkt den Speicherbedarf auf etwa ein Viertel bei geringem Qualitätsverlust. |
| Kontextfenster | Wie viel Text ein Modell gleichzeitig überblicken kann. Alles darüber hinaus fällt aus dem Blick. |
| Einbettung | Die Umwandlung von Text in Zahlenreihen, über die sich inhaltliche Ähnlichkeit messen lässt. Grundlage der Suche in eigenen Dokumenten. |
| Abruf mit Beilage | Passende Textstellen werden gesucht und der Frage beigelegt, damit das Modell aus Quellen antwortet statt aus dem Gedächtnis. |
| Halluzination | Eine erfundene Angabe, die überzeugend formuliert ist. Der wichtigste Grund, konkrete Fakten immer gegenzuprüfen. |
| Temperatur | Wie stark das Modell beim Antworten würfeln darf. Niedrig für alles, was reproduzierbar sein soll. |
| Werkzeugaufruf | Das Modell ruft ein echtes Programm auf – rechnen, suchen, Daten holen – statt das Ergebnis zu erraten. |
Betrieb
| Zeitgesteuerter Auftrag | Ein Befehl, der zu festen Zeiten läuft. |
| Mehrfach ausführbar | Eigenschaft eines Ablaufs, bei mehrfachem Durchlauf dasselbe Ergebnis zu liefern. Macht Wiederholungen gefahrlos. |
| Totmann-Überwachung | Ein Wächter, der Alarm schlägt, wenn eine erwartete Erfolgsmeldung ausbleibt. Erkennt auch Aufträge, die gar nicht erst gestartet sind. |
| Versionierte Sicherung | Eine Sicherung, die alte Stände aufhebt, statt nur den letzten zu überschreiben. |
| Wiederherstellungstest | Der Versuch, aus der Sicherung tatsächlich ein laufendes System zu erzeugen. Der Schritt, der am häufigsten ausgelassen wird. |
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